Negativ-Bäume

Analoge Fotografie auf Dia-positiv, wieder entdeckt bei Stöbern in alten Fotos.

Praktica LTL 2
Praktica LTL 2

Diese Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1979 und sind mit einer Praktica LTL 2 fotografiert.
Fotografieren auf Dia-Film war kostengünstiger als Negativ-Film. Allerdings sind die meisten Bilder in Kassetten verschwunden und nie mehr gesehen worden, weil das zu umständlich war den Projektor aufstellen, Leinwand aufbauen, Raum abdunkeln (wenn es nicht schon Abend oder Nacht war).

Ein paar Dia-Kassetten habe ich mir nun seit Jahren mal wieder vor genommen, die in einem Regal vor sich hin verstaubt sind. Was es da alles an längst vergessenen Ereignissen zu entdecken gibt – Wahnsinn.

Negativ Bäume
Negativ Bäume Foto Dia analog 1979
Negativ Bäume
Negativ Bäume Foto Dia analog 1979
Negativ-Bäume
Negativ-Bäume Foto Dia analog 1979

Menashe Kadishman Negativ-Bäume
1974  –  Skulptur  –  Eisen
8 Teile, je 505 × 258 × 42 cm

aufgestellt am Bertasee in Duisburg, Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg.

Im Jahr 1974 hat Menashe Kadishman acht hochrechteckige Stahlplatten am Ufer des Bertasees bei Duisburg aufgestellt. Bezeichnendstes Merkmal dieser Gruppierung von Metallplastiken ist, dass aus ihnen jeweils schablonenhaft die Silhouette eines Baumes herausgeschnitten wurde. Die Formen der Bäume variieren in der Größe und in der Gestaltung der Kronen und Stämme, auch wenn die Platten selbst jeweils die gleiche Höhe von 505 cm betragen. Die so entstehenden Negativ-Bäume, ein Titel den der Künstler selbst für sie fand, erscheinen wie selbsterzeugte Bilder der umgebenden Natur.

Die Negativ-Bäume sind eine ortsspezifische Auftragsarbeit, die der 1932 in Tel Aviv geborenen Menashe Kadishman für eine Aufstellung am Ufer des Bertasees in Duisburg ausführte. 1978 stellte der Künstler die plastische Arbeit erstmals auf der Biennale in Venedig aus. 2008 wurde die Arbeit aufgrund eines Neubaus um ca. zehn Meter Richtung Regattabahn versetzt.

 

Text: museums plattform nrw  und kunstgebiet ruhr

 

 

24. Juli 2010 – Duisburg

Gedenkstätte Loveparade
Gedenkstätte Loveparade

Das Unglück bei der Loveparade ereignete sich während der 19. Veranstaltung dieser Art am 24. Juli 2010 in Duisburg. Dabei kamen 21 Menschen ums Leben, 541 weitere wurden schwer verletzt. Nach Angaben des Selbsthilfevereins LoPa-2010 vom Juli 2014 begingen darüber hinaus mindestens sechs Überlebende der Katastrophe aufgrund andauernder seelischer Belastungen Suizid.

Das in den Medien oft als Massenpanik bezeichnete Unglück geschah an einer Engstelle im Zugangsbereich der Loveparade, wo es wegen fehlgeleiteter Besucherströme und Planungsfehlern zu einem Gedränge unter den Besuchern gekommen war.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg leitete ein Ermittlungsverfahren gegen 16 Mitarbeiter der Stadtverwaltung Duisburg sowie gegen verantwortliche Mitarbeiter des Veranstalters und der Polizei ein. Die Unglücksursache und weitere Details konnten noch nicht abschließend geklärt werden und sind Gegenstand u. a. eines Strafverfahrens vor dem Landgericht Duisburg. Das Gericht stellte zunächst in einem Zwischenverfahren fest, dass es keinen hinreichenden Tatverdacht bei den Angeklagten gäbe. Die Eröffnung des Hauptverfahrens wurde daher vom Landgericht Duisburg zunächst abgelehnt. Mit Beschluss vom 18. April 2017 hob das Oberlandesgericht Düsseldorf jedoch den Beschluss des Landgerichts Duisburg auf und ließ die Anklage gegen alle zehn Angeklagten zu. Die Hauptverhandlung beginnt am 08. Dezember 2017.

Text: Wikipedia